
Welche Infrarotwellenlänge eignet sich eigentlich für Ihren Stoff?
Wenn Sie eine Trockenlinie für Textilien aufbauen wollen, stehen Sie vor der Entscheidung: Kurzwellen- oder Mittelwellenquarzlampen?
Tatsache ist: Man kann die einen nicht einfach gegen die anderen austauschen. Sie funktionieren nicht auf dieselbe Weise – und behandeln den Stoff auch nicht auf dieselbe Weise. Wenn man die falsche Lampe wählt, bedeutet das in der Regel entweder den Verlust von viel Geld für Stromkosten oder, noch schlimmer, die Beschädigung des Stoffs.
Wie wirken die Lampen auf die Fasern?
Kurzwellenlampen sind wie „starke Werkzeuge“. Sie erzeugen hohe Temperaturen und leiten Energie tief in den Stoff hinein. Wenn es um dicke Stoffe oder robuste Denimstoffe geht, sind diese Lampen ideal. Sie erreichen schnell den Kern des Stoffs – so muss man nicht darauf warten, bis der mittlere Teil des Stoffs getrocknet ist.
Mittelwellenlampen hingegen sind sanfter. Ihre Wellen bleiben eher an der Oberfläche und zielen direkt auf die Feuchtigkeit ab. Wenn es um dünne synthetische Stoffe oder Oberflächenbeschichtungen geht, sind Mittelwellenlampen die bessere Wahl. Dadurch wird die oberste Schicht des Stoffs geschont, während die Feuchtigkeit entweichen kann.
Was passiert in den Lampen?
Wir verwenden dafür hochreines Quarzglas. Warum? Weil bei schnellem Ein- und Ausschalten der Wärme eine Materialart benötigt wird, das unter dem Druck nicht zerbricht.
Bei Kurzwellenlampen verwenden wir oft Halogengas, um die Temperatur des Filaments zu erhöhen. Dadurch entsteht mehr Leistung pro Millimeter. Der Vorteil: Die Maschine kann kleiner sein, da die Wärme intensiver konzentriert wird.
Mittelwellenlampen haben in der Regel ein anderes Filament oder eine beschichtete Hülle, damit die Wärme anders verteilt wird. Das ist ein sanfterer Ansatz.
Die praktischen Nachteile
Die hohe Wärmedichte bei Kurzwellenlampen hat ihren Preis. Sie sind zwar leistungsstark, aber auch anspruchsvoll in der Handhabung. Die Reflektoren müssen perfekt eingestellt werden. Selbst kleine Abweichungen führen zu Hotspots. Und Hotspots auf empfindlichen Stoffen können dazu führen, dass Löcher entstehen.
Mittelwellenlampen sind deutlich unkomplizierter in der Handhabung. Man muss sich weniger um die Justierung kümmern. Allerdings dauert das Trocknen länger. Wahrscheinlich braucht man eine längere Transportbahn, um dieselben Ergebnisse wie mit einer Kurzwellenanlage zu erzielen. Man muss also entscheiden: Hat man genug Platz für eine längere Linie – oder reicht das Budget für eine Hochleistungsanlage aus?
Schauen Sie einfach auf die Dichte des Stoffs. Passen Sie die Wellenlänge an die Dichte des Stoffs an – so vermeiden Sie unnötige Kosten für Stromkosten.